in meinen träumen geht es nicht um meine träume. es geht um meine ängste und das macht mir angst. es sind ganz banale dinge, die mich da beschäftigen, doch werde ich sie nicht los.
ich möchte mal mit einer guten idee aufwachen, mit dem gefühl, es wird ein guter tag; ich werde etwas neues ausprobieren, etwas gestalten, eine idee verwirklichen und zufrieden sein. ich möchte das gefühl haben, etwas wichtiges zu tun- etwas für mich zu tun.
braucht jeder mensch sein „eigenes reich“? zur persönlichkeitsentwicklung, zum zurückziehen vom massenstress der gesellschaft, der wirtschaft, dem verkehr and so on? zum pause machen? oder ist dies ein grundbedürfnis? betrachtet man die andere seite und stellt sich vor: ich bin ein nichts, meine bedürfnisse stehen nicht im vordergrund, ich passe mich an und tue das, was von mir „erwartet“ wird, dann kann ich kein individuum sein, dann bin ich wie die meisten oder habe zumindest das gefühl.
hier gilt es für mich, einen mittelweg zu finden – wie so oft. ich bin kein entscheidungsfreudiger mensch!
und an dieser stelle möchte ich ein gedicht zitieren:
„schwierigkeiten in der sitzung
das argument
hat mich überzeugt
das gegenargument
hat mich überzeugt
seine widerlegung
und deren widerlegung
haben mich überzeugt
offenbar
bin ich von der sache
so weit entfernt
daß ich noch nicht
partei ergriffen habe
was hat die sache
mit mir
zu tun?“
19.1.78 von hans-curt flemming